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Skídzel (blr. Скідзель / Скідаль; russ. Скидель)
SÜSSESTE STADT VON BELARUS (ZUCKERFABRIK)

Die Stadt am Flüsschen Skidzelka, die mit ca. 11200 Einwohnern nach Hrodna die zweitgrößte im Rajon ist, liegt rund 30 km östlich von Hrodna direkt an der Trasse Hrodna – Minsk (M6). Fährt man im Auto an diesem Städtchen vorbei, so kann man bei entsprechender Witterung einen strengen Geruch spüren, der in der Luft hängt: Die Zuckerfabrik am Ortsrand,von der Trasse aus gut zu sehen, lässt grüßen. Die Kleinstadt wird zuweilen als süßeste Stadt von Belarus bezeichnet. Am Ortstrand stehen direkt nebeneinander, getrennt nur durch die M6 (und eine Tankstelle), zwei Kirchen noch sehr jungen Datums, die katholische Josephskirche [костел св. Иосифа Ремесленника] (1998-2004) sowie die orthodoxe Kirche der Neumärtyrer und der Beichtväter der belarussischen Erde [церковь св. Новомучеников и исповедников земли белорусской] (ebenfalls nach 2000). Ansonsten ist das Landgut der Antanovič-Čacvjarcinskis teilweise (19. Jh.) erhalten. Hierzu gehören u. a. einzelne Wohnhäuser und Wirtschaftsgebäude, aber auch eine in der Sowjetzeit umgebaute Wassermühle (in der heute die städtische Miliz untergebracht ist), sowie die noch gut erhaltene katholische Kirche der Himmelfahrt der Gottesmutter Maria [костел Вознесения Девы Марии] (1870er Jahre) und der 4,8 ha große Park, in der u. a. eine Kapelle steht (Park, Kirche, Kapelle – vul. Lenina/P41). Darüber hinaus kann in der Stadt die Kirche des Erzengels Michael [церковь св. Михаила Архангела] (1851; kath.), eine Jeschiwa (vul. Internacyjanalnaja), die heute leer steht (in der aber bis 2001 noch eine Lederwarenfabrik untergebracht war), sowie – da Skidzel an das Eisenbahnnetz angeschlossen ist – das Bahnhofsgebäude (1. Hälfte 20. Jh.).

Die Stadt teilt sich in zwei Bezirken, den Nordbezirk (der historische Stadtkern) und den Südbezirk (Wohn- und Industriegebiert), die über die Straßen vul. Lenina und vul. Zjaljonaja (= ‚Grüne Straße‘) miteinander verbunden sind. Das eigentliche historische Zentrum (administratives und kulturelles Zentrum der Stadt) befindet sich im Bereich vul. Lenina und vul. Haharyna, die an einem kleinen rechteckigen Platzaufeinander treffen. Hier steht auch das obligatorische Lenin-Denkmal (1967).

An Baudenkmälern hat die Stadt wenig zu bieten: Sie war schon immer eine Provinzstadt. Immerhin: Ab 1814, als die Stadt bereits zum Russischen Imperium gehörte, fand hier regelmäßig ein Jahrmarkt statt. Den Status einer Stadt hat Skidzel‘ seit 1974.Die 1946 – 1951 gebaute Zuckerfabrik ist heute der größte Arbeitgeber in der Stadt. Außerdem ist Skidzel‘ ans Eisenbahnnetz (Verbindung Hrodna – Masty) angeschlossen und gilt als altes Zentrum des Webehandwerks.

Der Park, am nordöstlichen Stadtrand gelegen, wurde im 19. Jahrhundert angelegt und gehörte ursprünglich zum Anwesen der Čacyjarcinskis. Heute stellt er ein beliebtes Naherholungsziel für Familien und verliebte Paare dar. Die Skidzelka teilt den Park, der von einer Steinmauer umgeben ist; in den Park kommt man über ein Tor, das aus zwei runden, aber unterschiedlich großen Türmen mit Zeltdach besteht. Mitten im Park befand sich das Gutshaus (nicht erhalten). In der Nähe des Eingangs befindet sich ein kleiner Teich, der über einen unterirdischen Kanal mit Wasser gespeist wird und einst nicht nur eine ästhetische Funktion hatte, sondern zur Fischzucht genutzt wurde. Nach einem Brand 1920 wurde ein Gebäudeflügel am nördlichen Rand des Parks als Gutshaus genutzt. Ein Teil des Geländes ist bebaut, was sich negativ auf den Gesamteindruck niederschlägt.

André Böhm
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