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Die älteste Apotheke in Belarus
APOTHEKE UND APOTHEKENMUSEUM IN EINEM, VON DEN JESUITEN GEGRÜNDET

Die älteste Apotheke in Belarus befindet sich in Hrodna und ist bis heute erhalten. Sie liegt im Zentrum der Stadt, direkt neben der Kathedrale, und wurde im Jahre 1687 vom Jesuitenorden gegründet und bediente zuerst nur die Mönche des Ordens, die Schüler und die Lehrer des jesuitischen Kollegiums. Man muss sagen, dass der Jesuitenorden auf Veranlassung des Königs Stephan Báthory gegründet wurde, der für das Gedeihen seiner Residenz sorgte.
Zuerst wurde die Apotheke im Gebäude des Kollegiums untergebracht, aber dann bauten die Jesuiten für sie ein einstöckiges Gebäude mit einem Ausgang auf den Marktplatz. In jesuitischen Archiven gibt es die Namen aller Apotheker, die dort damals arbeiteten. Für die Herstellung der Arzneien benutzten sie hauptsächlich örtliche Rohstoffe: Wildwachsende und speziell im Gemüsegarten gezüchtete Heilpflanzen. Aber die Jesuiten hatten ebenso die Möglichkeit Substanzen und Materialien aus dem Ausland zu bekommen.
Nach der Auflösung des Jesuitenordens im Jahre 1773 gelangte die Apotheke in den Staatsbesitz des Großfürstentums Litauen. Nach der Gründung der ersten Medizinschule (Medizinakademie) durch Jean Emmanuel Gilibert (1741-1814), ein aus Frankreich zugereister Arzt und Botaniker sowie erster Rektor der Akademie, der als Begründer der modernen Heilkunde in Belarus und Litauen gilt, nutzte diese Apotheke.
Nach dem Anschluss Hrodnas an das Russische Reich im Jahre 1795 gelangte die Apotheke in den Besitz verschiedener Personen. Der bekannteste Eigentümer der Apotheke war der Magister der Pharmazie Jan Adamovič. Der letzte Besitzer war im 20. Jahrhundert Edward Stempnewski, der einen großen Beitrag zur Entwicklung der Apotheke geleistet hatte.
Seit 1996 ist in der Apotheke zusätzlich ein kleines Apotheken-Museum untergebracht, mit zahlreichen Ausstellungstücken zur Geschichte der Einrichtung: Geräte, Schautafeln und Fotografien spiegeln die Geschichte der Apotheke wieder; eine reiche Sammlung an Geschirr und Apothekerinstrumenten sowie Arzneien aus dem vorigem Jahrhundert sind ebenso zu betrachten.

Ilya Zapasnik
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