Reiseservice

Wohnen

Verkehr

Museen

Kunst und Kultur

Essen und Trinken

Unterhaltung

Nützliche Tipps

Shopping

Suchfunktionen

Nachrichten

Artikel

Gästebuch

Kontakt

Links

Archiv

Suchen

Umfrage
    Was ist Ihre Lieblingsstadt in Belarus?
    Hrodna
    Minsk
    Vicebsk
    Brest
    Homel
    Mahiljou
Eliza Orzeszkowa (1842-1910)
SCHRIFTSTELLERIN, AUTORIN VON NAD NIEMNEM („AN DER MEMEL“)

Ich wohne und studiere in Hrodna. Eine berühmte Person aus Hrodna ist Eliza Orzeszkowa. Sie war eine polnische Schriftstellerin. Sie wurde im Hrodnaer Gebiet, im Dorf Milkowszczyzna,  am 6. Juni 1842 geboren. Ihr Vater war Rechtsanwalt und ein reicher Gutsbesitzer. Ihre Familie war reich und mächtig. Sie bekam eine Ausbildung in Warschau in einem Mädchenpensionat. Zwei Mal war sie verheiratet, zuerst mit dem Gutsbesitzer Peter Orzeszkow, danach mit Stanisław Nagorski.
Eliza schrieb Romane und Geschichte. Sie benutzte auch Pseudonyme wie E. O. Bąk und Gabriela Litwinka. Als ihr Hauptwerk gilt der Roman Nad Niemnem („An der Memel“). Der Roman handelt von schwer arbeitenden Bauern, die sich mit den national-patriotischen Ideen des Aufstandes von 1863/64 verbunden fühlen. Dieser Roman ist eng mit Hrodna verbunden, weil der Fluss Memel – auf belarussisch Njoman – durch Hrodna fließt.
In Hrodna lebte Eliza in einem Haus auf der heute nach der Schriftstellerin benannten Straße, gegenüber meiner Universität. In der Anfangszeit war im heutigen Unigebäude ein Gymnasium untergebracht. Auf der
vul. Elizy Orzeszki („Eliza-Orzeszkowa-Straße“) gab es eine wichtige Verkehrsverbindung, die den Bahnhof mit dem Stadtzentrum verband. Die Schriftstellerin schrieb in ihrem Haus ihre Geschichte. Das Haus wurde von ihrem zweiten Mann erbaut. Eliza lebte in diesem Haus von 1894 bis zu Ihrem Lebensende. Auch gibt es im Haus das Herbarium von Eliza. Sie interessierte sich für Kräuter und sammelte die Namen von Pflanzen.
Jetzt steht das Haus von Eliza Orzeszkowa auf jenem Platz wie früher. Es ist 1979 rekonstruiert worden und die neue Kopie sieht wie früher aus. Das Haus befindet sich etwas weiter weg von der Straße als das Original früher. Das Haus besteht aus zwei Etagen. Es gibt dort einen Gedenkraum zu Ehren der Schriftstellerin sowie eine Kinderbibliothek mit Lesesaal, in der es auch fremdsprachige Literatur gibt. Ich als Studentin der deutschen Sprache kann dort nützliche Literatur finden. Im Gedenkraum befinden sich die persönlichen Sachen der Schriftstellerin: Alte Fotos und Bilder, Bücher, Leuchter, alte Möbel wie ein Schreibtisch, ein Sofa, einen Kamin und auch Schreibgeräte, wie Feder,  Tintenfass und Briefbeschwerer.
Für Touristen und für die Einwohner der Stadt bietet das Museum Führungen an. Meine Kommilitonen und ich waren im Haus und der Museumsführer erzählte uns über das Leben der Schriftstellerin. Wir waren in ihrem Arbeitszimmer. Der Schreibtisch aus Holz mit Papier und Feder erinnert an die Schriftstellerin. Die Bibliothek hat etwa 70000 Bücher. In der zweiten Etage befindet sich fremdsprachige Literatur und im Erdgeschoss moderne und klassische Literatur.
In der Nähe des Hauses steht ein Eliza-Orzeszkowa-Denkmal (errichtet 1923) aus grauem poliertem Granit (Höhe: etwa 4 Meter). Das ist eines der ältesten Denkmäler in Hrodna.
Das Grab von Eliza Orzeszkowa befindet sich auf dem Alten Friedhof in Hrodna (neben dem Markt „Skidzelski Rynak“, vul. Antonava, im Zentrum). Sie wurde mit ihrem Mann Stanisław Nagorski begraben.

Jana Hovar

neuesten Nachrichten
    Aktuelle Artikel
      Wir in den sozialen Netzwerken
      Freunde der Website